Sonntag, 29. August 2010

Etappe 2: Von Buchenbach nach Hochfirst

Etappenlänge: 26,38 km, 1383 hm (zumindest wird das vom GPS angezeigt)
7:00 Uhr klingelte der Wecker. Im Gasthof zum Schlüssel gab es ein reichhaltiges Frühstück mit wachsweich gekochtem Ei und Kaffee-Creme. Der Blick nach draußen war sehr ernüchternd - Nieselregen und Nebel. Heute kommen unsere Regenschirme zum Einsatz. Gut, dass es gleich zu Anfang 3h und 450 hm bergauf geht, dann friert man wenigstens nicht. Der Wanderweg schlängelt sich mit schmalen, malerischen Pfaden hinauf. Seitlich fällt der Hang meist sehr steil hinab. Nach 3h, ab Nessellachen können wir die Schirme wieder einpacken; der Nebel bleibt aber noch eine Weile unser Begleiter.
Nach einer weiteren Stunde machen wir eine Rast um uns zu stärken. Aus dem Nebel erscheinen drei dunkle Gestalten. Es sind zwei junge Frauen und ein junger Mann die auch 3 Etappen des Querweges wandern wollen. Sie wollen heute bis zum Hochfirst kommen. Wir wollen eigentlich nur bis Titisee-Ort. Nach 10,5 km hauptsächlich bergauf und über 600 hm erreichen wir den Piketfelsen, ein traumhafter Aussichtspunkt, von dem aus man zum ersten mal den Feldberg erblicken kann. Inzwischen ist auch der Nebel gewichen, ist das nicht wunderbar?
Endlich geht es bergab nach Hinterzarten. Dort finden wir leckeren Kaffee und Kuchen. Wir treffen die drei "Nebelgestalten" wieder. Im Kaffee suchen wir per Telefon nach einer Bleibe für die Nacht. 5 Anrufe und kein Zimmer in Titisee-Ort. Ok, dann mal Rasthaus Hochfirst probieren. Strike - wir haben ein Zimmer! Der Wermutstropfen: Nochmal 3,5 km und ca. 250 hm extra. Von Hinterzarten bis Titisee geht es nochmal über einen Buckel mit ca. 2h Gehzeit. Wir erblicken den Titisee und die Sonne scheint. Herrlich! Den Titisee umlaufen wir am Südost-Ufer. Jetzt beißen wir nochmal die Zähne zusammen, denn jetzt kommen noch zwei heftige Anstiege bis Hochfirst. 19:00 Uhr: Die Mühe hat sich gelohnt, wir werden freundlich und herzlich von den Wirtsleuten auf dem höchsten Punkt (1190 m) des Querweges empfangen. Die Zimmer sind einfach aber in Ordnung. Es gibt köstliches Abendessen und leckeren Schwarzwälder-Kirschtorte zum Nachtisch. Anschließend fallen wir müde und zufrieden in unsere Federn.
Gute Nacht Freunde!
René und Sabine

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