Montag, 30. August 2010

Etappe 3: Vom Hochfirst zur Schattenmühle

Etappenlänge: 18,53 km, 253 hm

In der Wutachschlucht gibt es keinen Internetanschluss und keinen Mobilfunkempfang, daher kommt der Reisebericht etwas verspätet.

Heute dürfen wir etwas länger schlafen, weil wir bereits gestern den zähen Anstieg von Etappe 3 gelaufen sind, darum klingelt der Wecker erst um 8.00 Uhr. Die nette 3er-Gruppe aus dem Nebel ist übrigens auch noch am Vorabend auf dem Hochfirst eingetroffen.
Die netten Wirtsleute haben einen 5er Tisch zum Frühstück gedeckt, so dass wir zusammen plaudern und ausgedehnt frühstücken. Nach dem Frühstück besteigen wir den Aussichtsturm und geniessen bei Sonnenschein und guter Fernsicht das fantastische Panorama. Der Blick reicht zu den Vogesen bis hin zu den Alpen. Vom Hochfirst führt ein breiter Forstweg hinab nach Kappel. Nach ca. 15 Minuten kommen wir am Vogelfelsen vorbei, der rechter Hand auf einer Lichtung liegt. Es ist zwar eigentlich noch zu früh für eine Einkehr, aber in der Wutachschlucht gibt es keine Möglichkeit mehr, also kehren wir in das Gasthaus Blume in Kappel ein und bestellen einen Gemüsepfannenkuchen und verspeisen ihn zu zweit. Das Gasthaus zeichnet sich durch ein sehr gemütliches Ambiente und einer sehr freundlichen und aufmerksamen Bedienung aus. Das Essen ist sehr schmackhaft und optisch sehr schön angerichtet (mit essbaren Blumen).
Jetzt sind es nur noch drei km bis zur Haslachmündung der Wutachschlucht. Das Naturschutzgebiet Wutachschlucht ist eines der größten Highlights auf dem Querweg. Sie besticht durch eine ganz besondere Atmosphäre. Zeitweise erinnert es an einen Dschungel, vor allem im Bereich des Einstiegs. Die Landschaft ist vor allem grün, naturbelassen, felsig, verwurzelt, steil, feucht und abwechslungsreich. Einfach nur Balsam für Augen und Seele. Das Räuberschlössle, zu dem uns der Pfad vorbeiführt, ist ein schöner Rastplatz und bietet schöne Ausblicke in die tiefe Schlucht. Jetzt geht es ganz hinaus aus der Schlucht, über eine Wiese, bevor wir zur Schattenmühle hinabtauchen. Wir erreichen unser Domizil für heute Nacht. Die Schattenmühle war durch einen Blitzschlag abgebrannt und wurde danach neu aufgebaut. Die Zimmer sind modern und sehr geräumig hergerichtet, unter Beibehaltung des Schwarzwaldflairs. Auch die Bedingungen verrichten Ihren Dienst mit Trachten und schwarzwälder Bollenhut. Die Speisekarte gleicht von der Auswahl her einem Telefonbuch. Die Küche ist sehr gut.
Wie es der Zufall will, treffen auch die Nebelwanderer wieder ein.
Wir essen gemeinsam an einem Tisch und siehe da, ab heute kennen wie auch die Namen der Nebelwanderer, es sind Dorothea, Julia und Klaus.

Ein erlebnisreicher Wandertag neigt sich dem Ende.

Viele Grüße aus dem Schwarzwald

René & Sabine

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